Rechnung
Fondspolice oder ETF-Depot?
Eine fondsgebundene Rentenversicherung und ein ETF-Depot, dieselbe Sparrate, dieselbe Laufzeit — gerechnet mit deinen Annahmen, mit jeder Steuer und jedem Kostenpunkt als eigener Zeile. Kein Produktname, keine Empfehlung. Nur die Rechnung und die Bedingung, ab der sie kippt.
Ab wann schlägt die Fondspolice das Depot?
Beides sind Hüllen um denselben Fonds. Die Police kostet mehr und wird später weniger besteuert, das Depot kostet weniger und wird laufend besteuert. Welche Seite gewinnt, hängt an vier Zahlen: deinem Beitrag, der Laufzeit, den Kosten des Tarifs und deinem Steuersatz im Ruhestand.
Der Rechner rechnet beide Seiten mit denselben Annahmen durch — Ansparphase und Entnahmephase. Du siehst das Ergebnis sofort, alle Annahmen sind offen und änderbar.
Bei den meisten Konstellationen kommt das Depot heraus. Der Rechner sagt dir, ob du zu den Ausnahmen gehörst.
Die Rechnung
Eingaben
Fondspolice oder ETF-Depot — deine Annahmen
Davon hängt dein Steuersatz auf die Entnahme ab, und der entscheidet den Vergleich.
Vorläufig
Vorläufig, mit angenommenen 0 € sonstigen Alterseinkünften. Das ist die Annahme, die das Ergebnis trägt — trag deinen Wert ein, dann rechnet es richtig. Die Startwerte sind bewusst so gesetzt, dass keine der beiden Seiten von vornherein vorn liegt.
Ergebnis
103.581 €
vorn liegt die Police, über die gesamte Laufzeit
Das gilt für genau diese Annahmen: Beitrag, Laufzeit, Kosten und deine Angaben zur Steuer. Ändere eine davon, und die Zahl ändert sich mit.
| Position | Police | Depot |
|---|---|---|
| Endwert vor Steuer | 449.289 € | 405.371 € |
| Steuer in der Ansparphase | 0 € | 12.356 € |
| Steuer in der Entnahmephase | 92 € | 41.282 € |
| Netto gesamt | 726.826 € | 623.246 € |
Fondsereignis im Depot
Ein Fondswechsel über die Laufzeit hat zwei Quellen. Erstens unfreiwillige Ereignisse: Fonds werden geschlossen oder fusioniert – die Wahrscheinlichkeit dafür liegt über 63 Jahre bei rund 37,8 %. Diese Wahrscheinlichkeit bezieht sich ausschließlich auf solche erzwungenen Wechsel. Zweitens freiwillige Anpassungen: Kaum ein Anleger hält über 40 Jahre exakt dieselbe Fondsauswahl. Anlageziele, Risikoprofil und das Fondsangebot verändern sich, viele schichten strategisch um. Rechnet man beide Quellen zusammen, ist über vier Jahrzehnte ein Wechsel etwa alle zehn Jahre eine realistische Annahme. Der entscheidende Unterschied: Im Depot löst jeder Wechsel – ob erzwungen oder freiwillig – einen steuerpflichtigen Verkauf aus. In der Police bleibt er steuerfrei.
Die Wahrscheinlichkeit unten betrifft ausschließlich erzwungene Wechsel. Freiwillige Umschichtungen kommen zusätzlich dazu — sie stehen im Feld „Jahre, in denen du umschichtest“.
ohne Ereignis
103.114 €
Police vorn · Depot netto 623.712 €
ein Ereignis in Jahr 26
106.041 €
Police vorn · Depot netto 620.786 €
Erwartungswert
103.581 €
Police vorn · Depot netto 623.246 €
Ein steuerpflichtiges Ereignis in Jahr 26 der Haltedauer kostet im Depot 2.927 €. Über die gesamte Haltedauer von 51 Jahren ergibt das eine Gesamtwahrscheinlichkeit von 31,9 % für erzwungene Wechsel, und mit einem steuerpflichtigen Anteil von 50 % bleiben davon 467 €. Diese Zahl fließt oben in die Rechnung ein. Setzt du die Wahrscheinlichkeit auf null, rechne ich ohne.
Verlauf
Zeiger über den Verlauf bewegen oder tippen, um Werte abzulesen. Scrollen oder zwei Finger zum Zoomen.
- Police
- Depot
- eingezahltes Kapital
Vollständige Jahrestabelle anzeigen
| Jahr | Depotwert | Policenwert | Vorabpauschale | gezahlte Steuer | Einzahlung kumuliert |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 6.181 € | 5.574 € | 0 € | 0 € | 6.000 € |
| 2 | 12.714 € | 11.471 € | 138 € | 0 € | 12.000 € |
| 3 | 19.617 € | 17.709 € | 285 € | 0 € | 18.000 € |
| 4 | 26.913 € | 24.308 € | 439 € | 0 € | 24.000 € |
| 5 | 34.624 € | 31.289 € | 603 € | 0 € | 30.000 € |
| 6 | 42.772 € | 39.138 € | 776 € | 0 € | 36.000 € |
| 7 | 51.384 € | 47.442 € | 958 € | 0 € | 42.000 € |
| 8 | 60.485 € | 56.226 € | 1.151 € | 0 € | 48.000 € |
| 9 | 70.103 € | 65.518 € | 1.355 € | 0 € | 54.000 € |
| 10 | 77.824 € | 75.349 € | 1.570 € | 26 € | 60.000 € |
| 11 | 88.369 € | 85.748 € | 1.743 € | 58 € | 66.000 € |
| 12 | 99.470 € | 96.749 € | 1.979 € | 102 € | 72.000 € |
| 13 | 111.155 € | 108.387 € | 2.228 € | 148 € | 78.000 € |
| 14 | 123.456 € | 120.699 € | 2.490 € | 196 € | 84.000 € |
| 15 | 136.406 € | 133.723 € | 2.765 € | 247 € | 90.000 € |
| 16 | 150.037 € | 147.501 € | 3.055 € | 300 € | 96.000 € |
| 17 | 164.387 € | 162.077 € | 3.361 € | 357 € | 102.000 € |
| 18 | 179.492 € | 177.496 € | 3.682 € | 416 € | 108.000 € |
| 19 | 195.394 € | 193.807 € | 4.021 € | 479 € | 114.000 € |
| 20 | 203.836 € | 211.063 € | 4.377 € | 544 € | 120.000 € |
| 21 | 221.020 € | 229.317 € | 4.566 € | 579 € | 126.000 € |
| 22 | 239.110 € | 248.629 € | 4.951 € | 650 € | 132.000 € |
| 23 | 258.152 € | 269.057 € | 5.356 € | 725 € | 138.000 € |
| 24 | 278.197 € | 290.668 € | 5.783 € | 804 € | 144.000 € |
| 25 | 299.299 € | 313.530 € | 6.232 € | 887 € | 150.000 € |
| 26 | 321.512 € | 337.716 € | 6.704 € | 974 € | 156.000 € |
| 27 | 344.896 € | 363.301 € | 7.202 € | 1.066 € | 162.000 € |
| 28 | 369.512 € | 390.367 € | 7.726 € | 1.163 € | 168.000 € |
| 29 | 395.424 € | 418.999 € | 8.277 € | 1.264 € | 174.000 € |
| 30 | 405.371 € | 449.289 € | 8.858 € | 1.372 € | 180.000 € |
| 31 E | 394.623 € | 437.359 € | 8.392 € | 1.286 € | 180.000 € |
| 32 E | 383.124 € | 424.777 € | 8.151 € | 1.426 € | 180.000 € |
| 33 E | 370.940 € | 411.506 € | 7.893 € | 1.552 € | 180.000 € |
| 34 E | 358.114 € | 397.509 € | 7.620 € | 1.666 € | 180.000 € |
| 35 E | 344.613 € | 382.747 € | 7.333 € | 1.768 € | 180.000 € |
| 36 E | 330.400 € | 367.176 € | 7.031 € | 1.858 € | 180.000 € |
| 37 E | 315.438 € | 350.755 € | 6.712 € | 1.938 € | 180.000 € |
| 38 E | 299.688 € | 333.434 € | 6.377 € | 2.006 € | 180.000 € |
| 39 E | 283.108 € | 315.166 € | 6.024 € | 2.064 € | 180.000 € |
| 40 E | 265.655 € | 295.899 € | 5.653 € | 2.112 € | 180.000 € |
| 41 E | 247.282 € | 275.578 € | 5.262 € | 2.149 € | 180.000 € |
| 42 E | 227.941 € | 254.145 € | 4.850 € | 2.176 € | 180.000 € |
| 43 E | 207.582 € | 231.539 € | 4.417 € | 2.194 € | 180.000 € |
| 44 E | 186.149 € | 207.697 € | 3.961 € | 2.202 € | 180.000 € |
| 45 E | 163.588 € | 182.551 € | 3.481 € | 2.200 € | 180.000 € |
| 46 E | 139.838 € | 156.029 € | 2.976 € | 2.188 € | 180.000 € |
| 47 E | 114.836 € | 128.056 € | 2.444 € | 2.167 € | 180.000 € |
| 48 E | 88.518 € | 98.552 € | 1.884 € | 2.137 € | 180.000 € |
| 49 E | 60.813 € | 67.435 € | 1.294 € | 2.111 € | 180.000 € |
| 50 E | 31.648 € | 34.615 € | 673 € | 2.078 € | 180.000 € |
| 51 E | 0 € | 0 € | 0 € | 2.097 € | 180.000 € |
„E“ kennzeichnet die Jahre der Entnahmephase. Ab Renteneintritt zeigen Depot- und Policenwert das Restkapital nach der jeweiligen Entnahme.
Annahmen
Police, Kosten
Depot, Kosten
Steuer
Sparerpauschbetrag daraus: 1.000 € p. a. Die Police wird mit Grundtarif nach § 32a EStG besteuert.
Entnahmephase
Szenario
Wenn du planst, den Fonds zu wechseln
Unfreiwilliges Fondsereignis (Fusion oder Schließung)
Zum Mitnehmen
Die vollständige Rechnung als PDF: Ergebnis, alle Annahmen, beide Phasen Jahr für Jahr und die Grenzen der Rechnung. Nichts wird dabei gespeichert oder verschickt — die Datei entsteht aus den Zahlen, die oben stehen.
Warum entscheidet die Entnahmephase über das Ergebnis?
Die meisten Vergleiche hören zum Renteneintritt auf. Genau dort fängt der interessante Teil an.
In einem Beispiel mit 600 € über 38 Jahre bei 6 % steht das Depot zu Rentenbeginn mit 914.722 € da, die Police mit 827.192 €. Das Depot liegt um 87.530 € vorn, weil die Police in der Ansparphase Abschluss- und Beitragskosten trägt.
Dann folgen 21 Jahre Entnahme, und das Bild dreht sich. Das Depot zahlt in dieser Zeit 232.232 € Steuer — jeder Teilverkauf wird besteuert, und die Vorabpauschale läuft auf dem Restkapital weiter. Die Police zahlt auf ihr Restguthaben nichts, weil in der Hülle keine laufende Besteuerung stattfindet.
Wer nur bis zum Renteneintritt rechnet, unterschlägt den größten Vorteil der Police. Wer nur den Steuervorteil zeigt, unterschlägt die Kosten. Der Rechner zeigt beides.
Warum schiebe ich den Rentenbeginn nach hinten?
Der Rechner modelliert keine lebenslange Rente. Das ist eine bewusste Entscheidung, und sie hat drei Gründe.
Erstens: Der Rentenfaktor, mit dem dein Kapital in eine monatliche Rente umgerechnet wird, ist in den meisten Verträgen nur zu einem kleinen Teil garantiert. Die Zahl, die in Angeboten steht, enthält Überschüsse, die niemand zusagt. Eine Rechnung, die darauf aufbaut, rechnet mit einer Zahl, die es beim Rentenbeginn so nicht geben muss.
Zweitens: Wer verrentet, gibt das Kapital ab. Der Entnahmeplan lässt es dir. Du kannst die Rate anpassen, aussetzen, mehr entnehmen, und im Todesfall ist das Restkapital noch da.
Drittens die Kosten. Wenn du den Rentenbeginn ans Vertragsende schiebst, die Beiträge einstellst und stattdessen Teilentnahmen abrufst, sind die Abschlusskosten längst getilgt und Beitragskosten fallen mangels Beiträgen nicht mehr an. Übrig bleibt die guthabenabhängige Verwaltungsgebühr, bei guten Tarifen unter 0,2 %, bei manchen null.
Was du dafür aufgibst: die Absicherung gegen ein sehr langes Leben. Wenn du 100 wirst, ist der Entnahmeplan leer und die lebenslange Rente zahlt weiter. Das ist der ehrliche Preis dieser Konstruktion, und ob er sich lohnt, hängt davon ab, wie hoch der garantierte Rentenfaktor in deinem konkreten Vertrag ist.
Warum frage ich nach deinen anderen Alterseinkünften?
Das ist die wichtigste Eingabe im ganzen Rechner. Ich setze 1.000 € als Startwert, damit du sofort ein Ergebnis siehst — aber das ist nur ein Platzhalter. Trag ein, was du im Ruhestand wirklich an Einkommen haben wirst: gesetzliche Rente, betriebliche Versorgung, Mieteinnahmen, was immer dazukommt. Ohne diese Zahl ist das Ergebnis zufällig.
Die Auszahlung aus der Police wird nach der 12/62-Regel günstig besteuert: 15 % Teilfreistellung, davon die Hälfte steuerpflichtig, darauf dein persönlicher Steuersatz. Entscheidend ist das letzte Wort. Es ist nicht dein Durchschnittssteuersatz, sondern der Satz auf das zusätzliche Einkommen — also der Satz, der auf dem gilt, was du sonst schon hast.
Gemeint ist das zu versteuernde Einkommen nach § 32a EStG, nicht die Bruttorente. Wer keine gesetzliche Rente hat und dessen Entnahme das einzige Einkommen ist, steht anders da als jemand, der 40 Jahre angestellt gearbeitet hat. Trag deinen Wert ein, dann rechnet der Rechner mit deinem Satz.
Deshalb steht in vielen Beratungsrechnungen bei der Police ein Steuersatz von 0 %. Das ist nicht falsch gerechnet, es folgt aus der Annahme, dass keine anderen Alterseinkünfte da sind. Nur steht diese Annahme meistens nirgends. Bei mir steht sie als erstes Feld oben, und du kannst sie ändern — dann siehst du, ab welchem Einkommen das Ergebnis dreht.
Warum bekommen beide Seiten denselben Fonds?
In der Police und im Depot liegt derselbe ETF. Also setze ich auf beiden Seiten dieselben Fondskosten an. Ich vergleiche die Hülle, nicht den Fonds.
Eine Ausnahme gibt es: institutionelle Tranchen. Manche Policen kommen an Anteilsklassen, die im Privatdepot nicht handelbar sind, und dort kann die laufende Fondsgebühr tatsächlich niedriger liegen. Das ist der einzige Fall, in dem eine Differenz bei den Fondskosten sachlich begründet ist — und dann gehört sie belegt, mit der konkreten Anteilsklasse.
Alles andere ist eine Rechenannahme, kein Produktmerkmal. Wenn du im Rechner die Depotkosten deutlich über die Fondskosten der Police setzt, weist er dich darauf hin. Und bei jedem Feld siehst du, woher der Wert kommt: von dir eingegeben, aus einem Tarif übernommen, oder von mir als Standard gesetzt.
Beide Seiten tragen dieselbe Fonds-TER von 0,20 %. Das Depot trägt zusätzlich 0,10 % für Spread, Order und Verwahrung — ein Depot ist günstiger als die Police, aber nie umsonst.
Zu den Depotkosten noch eines: Ich trenne laufende Kosten und Kosten je Kauf, weil sie unterschiedlich wirken. Die laufende Quote greift jedes Jahr auf dein gesamtes Guthaben. Der Spread greift einmal auf jede Einzahlung. Über 38 Jahre kostet dich der Spread bei einem Sparplan rund tausend Euro, die laufende Quote sechsstellig. Eine einzelne Effektivkostenquote wirft beides zusammen und verzerrt genau in die Richtung, die den Sparplan teuer aussehen lässt.
Wo endet diese Rechnung?
Der Rechner unterstellt eine konstante Rendite über die gesamte Laufzeit. Real schwankt sie, und die Reihenfolge der Renditen in der Entnahmephase kann das Ergebnis stärker verändern als alles, was hier eingestellt werden kann.
Er unterstellt außerdem, dass du durchhältst. Wenn du in Jahr 12 beitragsfrei stellst, sind die Abschlusskosten bezahlt und der Vertrag trägt nur noch einen Bruchteil. Dafür gibt es im Rechner ein eigenes Feld, und ich würde es an deiner Stelle benutzen.
Nicht enthalten: Erbfall, Todesfallschutz, Pfändungsschutz, Riester und Rürup, die Krankenversicherungsbeiträge bei freiwillig Versicherten, und Steuerrechtsänderungen. Die 12/62-Regel gilt seit 2012 in dieser Form; vorher war es 12/60. Sie kann sich wieder ändern, und zwar für beide Hüllen.
Das Ergebnis ist eine Modellrechnung, keine Beratung und keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt.
Rechtliches
Wer ich bin, steht im Impressum. Was mit deinen Daten passiert, wenn du mir deine Zahlen schickst, steht in der Datenschutzerklärung. Meine Erstinformation nach § 15 VersVermV sagt dir, in welcher Rolle ich arbeite und wie ich vergütet werde.